Nachdem wir vor einigen Tagen Weidenstecklinge gesetzt haben, haben wir jetzt noch einige Brombeeren als Verbissgehölze vermehrt.

Das Vermehren von Brombeeren ist denkbar einfach. Kommt ein Brombeertrieb auf den Boden, so bildet er dort Wurzeln. Diese Eigenschaft machen wir uns bei Vermehrung über die sogenannte Absenker-Methode zunutze.

Eimer mit Löschern im Boden zum Entwässern

Ein Kunststoffeimer dient uns als Pflanzgefäß. In den Boden haben wir Löscher gebohrt, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Wir suchen uns im Revier einen geeigneten Brombeerstrauch, nehmen einen Trieb und legen diesen in einen mit Erde gefüllten Eimer. Natürlich muss der Trieb auch mit Erde bedeckt sein.

Eimer mit Erde und Brombeertreiben

In die mit Erde gefüllten Eimer werden die Triebe so eingebracht, dass sie mit Erde bedeckt werden.

In einigen Wochen wird der Trieb Wurzeln schlagen und so zu einer eigenständigen Pflanze werden. Wir müssen diese dann nur noch von der „Mutterpflanze“ trennen. Dadurch, dass wir das ganze in einem Eimer gemacht haben, können wir die neue Pflanze jetzt leicht an eine andere Stelle im Revier bringen, um sie auszupflanzen. Aber das werden wir dann zu gegebener Zeit berichten.

Der Vorteil vieler Brombeerarten ist, dass sie das Laub sehr lange halten oder teilweise gar nicht verlieren. Dadurch stellt die Brombeere im Winter eine nicht zu unterschätzende Äsungspflanze für unsere wiederkäuenden Schalenwildarten da.
Man sollte die Brombeere überall da vermehren, wo sie den Verbissdruck von den Kulturpflanzen senken kann. Jedoch muss man aufpassen, dass die wuchsfreudige Brombeere nicht die Kulturpflanzen verdrängt bzw. überwuchert.

Mit ihrer Blüte im Juni – August stellt sie zusätzlich noch eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten dar. Und als Belohnung für die ganze Mühe kann man sich im Sommer auch mal die eine oder andere Brombeere schmecken lassen.