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Stefan Zeigler vom EDEKA Markt Ziegler und Dierk Thönnes von der Jagdschule Eifel beim pflanzen der jungen Bäume

Vor einigen Tagen haben das Team des EDEKA-Marktes in Kaisersesch und die Jagdschule Eifel gemeinsam eine Baumpflanzaktion durchgeführt. Im EDEKA-Markt Zeigler in Kaisersesch gibt es eine Aktion, bei der die Vermeidung von Verpackungsmüll durch die Verwendung von Mehrwegbehältnissen mit der Pflanzung von Bäumen belohnt wird.

Diese Aktion findet die Jagdschule Eifel so gut, dass Sie spontan Ihre Unterstützung beim Pflanzen zugesagt hat. Die Teilnahme an der Aktion war bis jetzt so groß, dass schon über 100 Pflanzen der verschiedensten Arten gesetzt werden konnten

Die Bäume wurden in den Lehrrevieren der Jagdschule so gepflanzt, dass sie in Zukunft einen stufigen Waldrand bilden. Solche Waldränder sind besonders wertvoll, da sie nicht nur vielen Tieren Lebensräumen und Nahrung bieten, sondern auch den Wald vor Sturm und Windwurf schützen. Durch eine große Bandbreite an verschieden gepflanzten Baumarten wird zusätzlich der Artenreichtum im Wald gefördert.

Für die nächste Pflanzung im Frühjahr können wir noch einiges an Pflanzen brauchen. Machen Sie mit und unterstützen uns indem Sie sich an dieser großartigen Aktion beteiligen.

Entnahme der Bodenproben mit dem einem Bohrer

Bodenproben auf den Wildäckern und Äsungflächen der Lehrreviere gezogen

In unseren Lehrrevieren haben wir eine Vielzahl von Wildäckern beziehungsweise Äsungflächen. Aufgabe dieser Flächen ist es unter anderem, dass Wild von den schadensgefährdeten Kulturen fern zu halten. Damit es dem Wild und den anderen Tieren dort schmeckt und sie diese bevorzugen, müssen wir unsere Hegeflächen auch regelmäßig pflegen und bestellen. Jetzt im Frühjahr gibt es da für uns eine ganze Menge zu tun.

Um die richtigen Entscheidungen zu treffen und z.B. die passenden Pflanzen auswählen brauchen wir regelmäßig Bodenuntersuchungen. Diese geben Aufschluss zum Beispiel über den ph-Wert des Bodens und den vorhandenen Nährstoffen. Das gute Wachstum und auch der Geschmack der ausgesäten Pflanzen ist abhängig von einer passenden Nährstoffversorgung. Nur wenn den Pflanzen der richtige Standort und ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stehen, werden sie vom Wild gerne angenommen. Ziel ist es, dass es dem Wild auf unseren Äsungsflächen besser schmeckt als auf den land- und forstwirtschaftlichen Nutzflächen. So können wir sie abhalten, Wildschaden zu machen.

Entnahme der Bodenproben mit dem einem Bohrer

Entnahme der Bodenproben mit dem einem Bohrer

Deshalb sind wir gestern losgezogen und haben von sämtlichen Hegeflächen Bodenproben gezogen. Auf jeder Fläche wurde an mehreren Stellen Proben entnommen. Diese kleinen Mengen haben wir gemischt und zu einem Labor gegeben. Nach einigen Tagen erhalten wir die genauen Werte mit entsprechenden Anbauempfehlungen für jede Fläche.

Mischen der Teilproben

Mischen der Teilproben

Es ist sinnvoll, die Proben nicht nur von der Oberfläche zu nehmen, sondern in eine gewisse Tiefe vorzudringen. Damit wir nicht dutzende Löcher in den oft recht steinigen Eifelboden graben müssen, bedienen wir uns eines dicken und langen Bohrers, den wir mit dem Akkuschrauber in den Boden bringen. Anschließend zieht man den Bohrer. Die in den Windungen des Bohrers verbleibende Erde wird an mehreren Stellen der Fläche gesammelt und gemischt und zur Analyse gegeben. Aufgrund der Analyseergebnisse können wir dann in den nächsten Tagen das weitere Vorgehen planen und eine Saatgutauswahl treffen. Wir halten Euch auf dem laufenden…

Windwurf im Lehrrevier

Die Stürme, die in den letzten Tagen die Eifel heimgesucht haben, sind auch an unseren Lehrrevieren nicht spurlos vorüber gegangen.

Aber wir haben Glück gehabt. Trotz zahlreicher umgekippter Bäume ist unseren Ansitzeinrichtungen nicht viel passiert. Der eine oder andere Drückjagdsitz ist ungeschlagen und ein Kanzel hat es umgeweht, aber sonst sind wir glimpflich davon gekommen.  Einige Wege, die durch Bäume blockiert waren, sind inzwischen zum größten Teil durch die Mitarbeiter des Forstamtes frei geräumt worden. Vielen Dank für die schnelle und gute Arbeit!

Wenn der Baum in eine andere Richtung gefallen wäre, hätte es den Drückjagdstand zerlegt

Glück gehabt, unserem Drückjagdstand ist nicht viel passiert

Die durch den Borkenkäfer verursachten Löcher im Bestand haben es dem Wind leicht gemacht und reichlich Angriffsfläche geboten, so das zu den Schäden des trockenen Sommers nun noch Schäden durch den stürmischen Spätwinter kommen. Zu allem Überdruss ist bekanntlich der Preis für Fichtenholz derzeit im Keller, so das die Vermarktung des Holzes eine echte Herausforderung für die zuständigen Stellen darstellt.

Die Kraft des Windes lässt sich in ungefähr erahnen, wenn man bedenkt, welche dicken Wurzeln der Sturm einfach durchgerissen hat

Wie Streichhölzer hat der Sturm die Bäume umgeworfen

Auch wenn die Stürme sich langsam verziehen, so ist die Gefahr im Wald noch nicht gebannt. Auch in den nächsten Wochen können Äste und Bäume, die durch den Sturm geschädigt worden sind, spontan zu Boden fallen und Waldbesucher gefährden. Also immer mal einen Blick nach oben wagen, ob da noch etwas loses hängt. Aber auch die Wurzelteller stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahr da. Ein unbedachter Aufenthalt unter den Wurzeltellern ist lebensgefährlich. Sollte aus irgendwelchen Gründen ein solcher Teller in seine Ausgangslage zurück schlagen, so sind die freiwerdenden Kräfte fürchterlich und begraben alles im weg liegende unter sich.

Sollten sich die Gewichtsverhältnisse z.B. am Stamm ändern, kann der Wurzelteller wie eine Mausefalle zuschlagen

Der Aufenthalt unter einem solche Wurzelteller kann lebensgefährlich sein!

Aber so ein Sturm gehört zur Natur wie Regen und Sonnenschein. Schaffen die umgestürzten Bäume doch Platz, damit Licht an den Waldboden kommt. Damit ist die Voraussetzung für eine Erneuerung des Waldes gegeben. Natürlich müssen wir jetzt jagdlich Schwerpunkte setzen und an den Erneuerungsflächen die Rehe etwas im Zaum halten, damit die nächste Generation Bäume nachwachsen kann.

Durch die umgestürzten Bäume kommt Licht auf Waldboden, die nächste Generation steht schon in den Startlöchern

Ein alter geht, ein neuer Kommt. So ist der Kreislauf der Natur