Ein aus Fichtenstangen gebauter Verbisschutzreiter in Zeltform

Jetzt, wo die meisten Wildarten Schonzeit haben, nutzen wir die Zeit für einige Revierarbeiten.

Durch die ergiebigen Regenfälle und milden Temperaturen der letzten Tage ist der Boden gut vorbereitet, um Weidenstecklinge als Prossholz zu setzten. Die Weide als Pionierpflanze eignet sich hervorragend für die Stecklingsvermehrung. Da es eine große Vielzahl an Unterarten bei den anspruchslosen Weiden gibt, lässt sich sie eigentlich überall einsetzten.

Weidenstecklinge in den Boden eingesteckt

Frische Weidenstecklinge in den Boden gesteckt

Als Weichholz wird Sie gerne vom Wild verbissen und verträgt diesen Verbiss wie kaum ein anderes Gehölz.
Die Gehölzvermehrung durch Stecklinge ist denkbar einfach: Aus jungen Trieben werden die Stecklinge in einer länge von ca. 20 cm mit einer Astschere geschnitten. Diese Stecklinge werden dann einfach so in den Boden gesteckt, dass einige Knospenansätze im Boden stecken und einige Knospenansätze über dem Boden verbleiben, um die ersten Treibe ausbilden zu können. Bei der Auswahl der Spenderpflanzen sollte man sich an den zukünftigen Standort orientieren: Für nasse Standorte sollte man die Stecklinge von Weiden in feuchten Lagen werben, für trockene Standorte entsprechend von Weiden aus trockener Lage.

Ein Eimer, in dem frisch geschnittene Weidenstecklinge liegen

Die Stecklinge wurden zuvor an einer passenden Stelle im Revier geworben

Damit die jungen Stecklinge sich erst etablieren können, haben wir sie mit Verbisschutzreitern geschützt. Diese haben wir aus dünnen Fichtenstangen gebaut und einfach über die Reihe mit den Stecklingen gesetzt. Dadurch wird in der Startphase ein übermäßiger und schädlicher Verbiss verhindert. Wenn die einzelnen Stecklinge durch den Reiter wachsen, sind sie kräftig genug, um den Verbiss zu tolerieren. Ab den verbissenen Stellen bilden sich wieder mehrere neue Triebe, so das das Äsungsangebot mit der Zeit weiter zunimmt.

Ein Reiter aus Fichenstangen schützt die jungen Stecklinge

Der Reiter schützt die Prossholzpflanzen vor übermäßigem Verbiss